Stimmen zum Schulvortrag von Josua Kohberg

„Wie bitte?“ –„ Lernen genial einfach!“ „So ein Schwachsinn - Lernen ist Mühe, Anstrengung - Lernen ist Schule!“ Mit diesen Gedanken sind sicher viele der Jugendlichen zu dem Vortrag gekommen, zu dem die Maximilian-von-Welsch Realschule am 23. September 2014 alle Schüler der siebten bis zehnten Jahrgangsstufe eingeladen hatte.
Redner war ein bis dahin allen unbekannter Mann mit dem Namen Josua Kohberg, der sich als Trainer und Coach in der Welt der Erwachsenenbildung einen klingenden Namen gemacht hat und der mit einem mentalen Trainingsprogramm für Schüler und vor allem für deren Eltern Neuland betritt. Warum Kohberg Lernen als eine genial einfache Sache bezeichnet, machte er seinen Zuhörern auf humorvolle aber doch wissenschaftlich belegte Weise eindringlich deutlich. In den 90minütigen Vorträgen gelang es ihm, seine mit Videos und Bildern illustrierten Thesen anschaulich und fesselnd an die Schülerin und an den Schüler zu bringen.

Der Redner Josua Kohberg mit der zentralen Botschaft: durch mentales Training wird Lernen einfach.

„Der wichtigste Mensch für deinen Erfolg sitzt gerade auf deinem Stuhl“ – oder „Stell dir vor, du könntest ein Schulfach so spannend erleben wie dein Smartphone“ waren Appelle, die alle sofort verstanden wurden und denen niemand widersprechen wollte. Kohberg zeigte überzeugend wie stark Emotionen unser Denken beeinflussen und ermunterte immer wieder dazu, auf die eigenen Stärken zu schauen, persönliche Talente zu pflegen für die eigene Wahrheit zu leben. Er erinnerte an das Lernen aus Kindertagen: 3000 Fehlversuche, bis es endlich mit dem Geradeauslaufen klappte, hinderten niemanden daran, Laufen zu lernen. Und wie reagieren wir heute auf eine schlechte Note in Schularbeiten?!

Schüler im Gespräch mit dem Redner.

Kreativität und der Glaube an die eigenen Fähigkeiten und Visionen – darin sieht Kohberg Schlüssel für persönliche Erfolge.  Der Weg läuft seinen Ausführungen nach über das Unterbewusstsein, das 90 Prozent unserer geistigen Kapazität ausmacht. Durch bewusstes Lernen arbeiten wir mit 10 Prozent unseres Gehirns – und erst wenn wir es schaffen an die 90 Prozent heranzukommen – zum Beispiel über mentales Training, dann ist alles möglich.  Die Botschaft des Josua Kohberg kam an.

Der Redner Josua Kohberg mit dem Logo seines Programms.

Schulvortrag "Lernen will gelernt sein"

von Veronika Schadeck - Schnell, einfach und lustvoll lernen? Ist das möglich? Den Ausführungen von Josua Kohberg nach schon. In einem kurzweiligen und mit Humor gespickten Vortrag zeigte der Wissens- und Lernstratege am Dienstagabend rund 300 Eltern und Schülern in der Maximilian-von-Welsch-Realschule auf, was es mit dem Lernen auf sich hat.

Er nahm die Eltern mit in die Welt des genial einfachen Lernens. Im Alltag könnten Eltern mit den Schülern das Lernen trainieren. "Eltern als Coach ihrer Kinder", das war seine Strategie.

Und wie funktioniert das? Zur Klärung dieser Frage holte Kohberg inhaltlich in seinem Vortrag etwas aus, erläuterte, wie man das Unterbewusstsein in den Lernprozess einbinden kann. Des Weiteren ging es um den Aufbau von Selbstvertrauen, um das Nutzen des eigenen Potenzials, um Werte und darum, warum Lernen Spaß machen muss. Der Referent gab wertvolle Tipps. Er forderte die Eltern auf, sich selbst auf den Prüfstand zu stellen, darüber nachzudenken, was für sie wirklich zählt: "Autos, Häuser, Geld? Oder ein Kind, das seinen eigenen Lebensweg findet?" Die Erwachsenen sollten bedenken, dass Kinder im Unterbewusstsein lernen, dass sie ihre Eltern als Vorbild nehmen und vieles von ihnen und ihrer Umwelt kopieren.

Die Kinder mal überraschen

Er gab weiterhin den Tipp: "Seien Sie wieder mehr wie Kinder, verblüffen Sie Ihren Nachwuchs mit Reaktionen, die er nicht erwartet hätte!" Der Unternehmer verstand es mit einer spannenden Rhetorik, seine Aufforderungen auch mit leicht nachvollziehbaren Beispielen zu untermauern. Er sparte auch nicht mit Kritik. Nur bis zum Alter von drei Jahren dürften Kinder hierzulande Kind sein, ab sechs Jahren beginne der sogenannte Ernst des Lebens. Die Kinder würden in ein Schulsystem gepresst und müssten Dinge lernen, an denen sie kein Interesse haben. Die Kunst des "Trainers" sei es, die Talente des Kindes zu entdecken und diese zu fördern. Wenn ein Kind um seine Fähigkeiten wisse, steige auch dessen Selbstvertrauen. Wenn ein Heranwachsender entsprechend seinen Neigungen gefördert werde, empfinde er Lernen nicht als ein Muss, sondern es mache ihm Spaß. Und es werde auch in anderen Fächern, die ihm nicht so liegen, bessere Leistungen erbringen.

Was bei dem Vortrag nicht fehlen durfte: der bewusste Umgang mit Medien. Kohberg hielt die Eltern dazu an, Fernsehen, Spielkonsolen und Internet nicht uferlos laufen zu lassen.

Und noch eines: Eltern sollten mit ihren Kindern über den Tellerrand blicken, krasse Dinge vor Augen führen, zum Beispiel, dass Nelson Mandela für den Kampf der Freiheit seines Landes 30 Jahre hinter Gittern verbracht hat oder dass täglich 40 000 kleine Kinder verhungern - und dass die Möglichkeit, Bildung zu erhalten, längst nicht selbstverständlich. Dann würden Heranwachsende eine ganz andere Einstellung zum Thema Lernen und Schule bekommen, versprach Kohberg. "Sie werden erkennen, dass Deutschland - ungeachtet der Pisa-Studie - eines der besten Schulsysteme vorweisen kann", betonte der Fachmann.

Trainer muss an sich arbeiten

Kohberg warnte vor übertrieben emotionalen Reaktionen bei Unstimmigkeiten. Die Entwicklung als "Trainer" sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. "Das ist harte Arbeit, aber es lohnt sich!", sagte er. Kinder sollten stark sein und ihre Träume leben können. Denn nur dann könnten sie an ihrer Entwicklung Freude empfinden und würden ihren Weg gehen. Und eines sollten sich die Eltern bewusst sein: "Die Kinder von heute werden morgen das Land gestalten."

Schulleiterin Christa Bänisch bedankte sich bei dem Referenten. Am Anfang hatte sie einen unterhaltsamen Abend versprochen, der spannender sein werde, als vor einem Fernsehgerät zu hocken. Und sie hatte Recht.

Quelle: www.infranken.de

Lernen kann genial und einfach sein. Darüber informierte Josua Kohberg die Eltern. Foto: V. Schadeck

Schulvortrag Lernen will gelernt sein

Unternehmer Josua Kohberg zeigte bei einem Vortrag Maximilian-von-Welsch-Realschule, wie man Kindern und Jugendlichen nicht die gute Stimmung an der Schule verdirbt. Seine Tipps sind durchaus sportlich zu nehmen: Eltern als Trainer ihrer Kinder.

Josua Kohberg - Schulvortrag
09/2014

Jetzt downloaden (PDF Datei, 3900 kB)

Josua Kohberg - Schulvortrag
10/2014

Jetzt downloaden (PDF Datei, 3600 kB)

Elternstimmen

Lieber Herr Kohberg,

ich war am Dienstag in der Maximilian-von-Welsch Realschule in Kronach und habe mir Ihren Vortrag "Genial einfach lernen" angehört. Ich muss ehrlich sagen, dass ich etwas völlig anderes erwartet habe und war positiv überrascht! Der Abend war sehr informationsreich und lebendig und die zwei Stunden sind wie im Flug  vergangen. Ich hab an diesem Abend noch lange über das nachgedacht, was Sie gesagt haben, über  unsere Kinder und darüber, dass sie unser Verhalten kopieren. Es stimmt absolut, mein großer sagt oft, ich seh es doch  nicht anders! Die Art und Weise, wie Sie über unsere Kinder gesprochen haben, wie wir sie unterstützen können ihr Selbstbewusstsein zu fördern, in dem wir ihnen helfen ihre Stärken auszubauen war wirklich klasse! Ich bin sehr gespannt, wenn Ihre Lernbox kommt um damit arbeiten zu können. Wenn ich ein "Kindermädchen" bekomme, möchte ich noch gern zu Ihrem Workshop um die Anwendung der Lernbox zu optimieren.

Ich bin der Meinung, jede Mutter/Vater sollte sich diesen Vortrag einmal anhören, da er sehr kurzweilig und interessant  war und einem sehr zum Nachdenken bringt. 
Vielen Dank für die vielen Impulse, die Sie uns gegeben haben. Ich werde über diesen Abend sicher noch öfter nachdenken!

Mit freundlichen Grüßen,
Sonja Greser